Inhaltsverzeichnis Weichteilchirurgie

Bei der Kastration des Rüden werden die Hoden unter Vollnarkose entfernt.  Für viele Besitzer soll der Hund erst einmal ausgewachsen sein, sich sein Charakter ausgebildet haben, bevor er kastriert wird. Jedoch haben Untersuchungen gezeigt, dass sich sogar eine Frühkastration (ab dem 3. Monat) nicht negativ auf Größe und Psyche des Hundes auswirkt.

Welches sind die häufigsten gründe, eine rüden kastrieren zu lassen:

1. gesteigertes Revierverhalten gegenüber anderen Hunden

2. gesteigerte Agression ggbr. Anderen Hunden

3. übertriebener Geschlechtstrieb

4. Unterbindung der Fortpflanzungsfähigkeit

5. medizinische gründe, die eine Kastration erfordern:

- bestimmte Erkrankungen von Hoden, Prostata

- Ekrankungen der Perianaldrüsen

- Perinealhernie (Dammbruch) beim Rüden

Eine Sterilisation (Durchtrennung der Samenleiter) wird beim rüden bis auf minimale ausnahmen (z.B. Zootiere)nicht durchgeführt, da hierbei Aggressions-, Revierverhalten bestehen bleiben.

 Was muss der Besitzer über die Auswirkungen einer Kastration wissen:

Kastrierte Rüden sind dauerhaft unfruchtbar.

Es kann in Einzelfällen zu Fellveränderungen kommen

Das Verhalten wird in der Regel ruhiger

Währende der zeit der hormonellen Umstellung nach einer Kastration, kann es zu Gewichtszunahme kommen. Dies kann aber durch geeignete Futterumstellung vermieden werden.